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Ein historischer Ort
Das Gut Öijared reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, und die Geschichte hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Hier finden sich archäologische Fundstätten wie Steinkisten, alte Ackerflächen und Steinkreise, etwa dreißig kleine Gehöfte aus dem 18. Jahrhundert sowie Weideland mit Viehwegen.
Öijared-Gutshof
Die Anwesengebäude bestehen aus einem schlichten Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert, zwei Flügeln, Stallungen, Wirtschaftsgebäuden und der Hofkapelle, die sich in der Verlängerung der Allee befindet. Die Hofgebäude liegen wunderschön am Ufer des Mjörn und inmitten der umliegenden Weiden. Die Geschichte des Hofes lässt sich bis in das frühe Mittelalter zurückverfolgen, in die Zeit von König Stenkil (ca. 1065 n. Chr.).
Eigentümer des Guts war damals die Familie Pik, und es wurde Pikenborg genannt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gehörte das Gut der Familie Ulfsparre. Öijared blieb fast 150 Jahre lang im Besitz der Familie Ulfsparre. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts übernahm einer der Generäle Karls XII., Baron Georg Reinhold Pattkull, den Hof, verkaufte ihn jedoch bald darauf an den Handelsrat Sebastian Tham aus Göteborg. Im Jahr 1749 brannten die Gebäude auf Öijared teilweise nieder, und man restaurierte das Hauptgebäude sowie die Wirtschaftsgebäude, die noch in Gebrauch waren.
Öijared Säteri wurde durch Heirat im frühen 19. Jahrhundert zu einem Fideikommiss. Das bedeutete, dass das alte Gesetz über die gesetzliche Vererbung des Guts an den ältesten Sohn erst dann außer Kraft trat, als der letzte Fideikommissar verstorben war, was geschah, als Sten-Gustav Adlerstierna-Adelskiölds Witwe Ulla 1985 kinderlos verstarb. Erst in diesem Jahr konnte Öijared Säteri nach schwedischem Recht von anderen als den Verwandten früherer Eigentümer erworben werden, weshalb der Nachlass nach gut 350 Jahren im Besitz des Adels den Erwerb durch „Nichtadelige“ ermöglichte.
In den 1980er Jahren konnte daher eine neue Familie nach Öijared ziehen, als die Familie Brandström den Hof erwarb. Bald entstand der Wunsch, Veränderungen an Land und Umwelt vorzunehmen. Öijared wurde sorgfältig restauriert, und neben der Kulturpflege werden Forstwirtschaft und Jagd betrieben. Es besteht auch ein starkes Engagement dafür, Möglichkeiten für Universitäten, die Wirtschaft und öffentliche Organisationen zu schaffen, um zum Wissen über die Zusammenhänge zwischen Natur, Kultur und Gesundheit beizutragen.
Ein kulturelles Juwel
Auf dem Kapellhügel in der Nähe des Gutshofs wurde im 16. Jahrhundert eine kleine Holzkapelle errichtet. Fast hundert Jahre lang stand die Kapelle an derselben Stelle. Ende des 17. Jahrhunderts ließ Carin Bielke die Kapelle vom Kapellhügel, wo sie heute steht, an einen Ort ganz in der Nähe des Hauptgebäudes des Gutshofs verlegen, wo sie als Flügelgebäude dient.
Die Kapelle wurde im 18. Jahrhundert wieder an ihren heutigen Standort auf dem Kapellhügel verlegt, wahrscheinlich zu Zeiten von Generalmajor Claes-Reinhold Patkull. Wunderschöne Ölgemälde aus dem frühen und mittleren 18. Jahrhundert schmücken die Wände und die Innenausstattung.
Carin Bielke
Carin Bielke (1599–1695) war die Tochter des Reichsrats Clas Bielke; 1623 heiratete sie in die Familie Ulfsparre ein und zog nach Öijared, das sie als Mitgift erhalten hatte. Nachdem sowohl ihr Ehemann als auch ihre sieben Kinder verstorben waren, stickte sie ihren sanduhrförmigen Wandteppich „Sorgekalk“, eine kurze Erzählung über ihr Schicksal, die populär wurde und im 18. und 19. Jahrhundert in mehreren Auflagen gedruckt wurde. Carin widmete zudem viel Zeit und Geld der Unterstützung ihrer Verwandten und der Leute auf dem Hof. Sie richtete zudem einen Unterricht für die Kinder der Angestellten ein. Im Alter von 63 Jahren heiratete Carin Harald Stake, der Gouverneur der Festung Bohus war. Carin überlebte auch Stake, und nach seinem Tod lebte sie noch weitere achtzehn Jahre, bevor sie selbst verstarb.
Carin Bielkes kleiner privater Sitzplatz befindet sich ganz vorne in der Kapelle, die sie einst errichten ließ. Auf der Bank sind ihr Wappen sowie die Jahreszahl 1631 zu sehen.
Im Säteriet
Im zweiten Stock des Säteriet befindet sich der Gubb-Saal, der so genannt wird, weil dort früher alle Familienporträts hingen. Zu Sten-Gustafs Zeiten wurden die alten Tapeten aus dem 19. Jahrhundert entfernt, wodurch die ursprünglichen Holzwände mit ihren schönen Malereien wieder zum Vorschein kamen.
Der Boden besteht aus breiten, unbehandelten Dielen, und die Türen sind noch mit ihren ursprünglichen Beschlägen versehen. Auf dem Boden liegt heute ein geknüpfter Teppich mit dem gleichen Muster wie die Wandmalereien. Zur Einrichtung gehört unter anderem ein Ausziehbett aus dem 18. Jahrhundert.
Die Hütten
In den Hütten lebten die Hüttenbewohner, die ihre kleinen Parzellen bewirtschafteten und für den Grundbesitzer Tageslohnarbeit verrichteten. Sie nutzten auch Wald und Gewässer für Beeren, Pilze und Fisch. Heute gibt es etwa dreißig Hütten aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die nun hauptsächlich als Sommerhütten genutzt werden. Sie haben ihr kulturelles Umfeld mit Weideland, Hecken mit Viehwegen und Pflegebäumen bewahrt.
Die historischen Grenzen haben sich im Laufe der Jahre aufgrund von Eigentumsverhältnissen teilweise verändert. Durch Heiraten zusammengeführte Ländereien bildeten im 17. Jahrhundert ein ausgedehntes Gebiet bis hinunter nach Lödöse, insbesondere durch die Heirat von Carin Bielke mit Harald Stake.