Die Wälder

Öijared ist geprägt von seinen Laubwäldern mit Eichen und Linden. Hier wachsen auch viele Haselnusssträucher, Birken, Ahornbäume, Ulmen, Buchen und Lärchen. Der Großteil der Wälder besteht jedoch aus Fichten und Kiefern.

Verbesserungen und Pflege der Öijared-Wälder

Seit einiger Zeit finden in den Wäldern von Öijared umfangreiche Arbeiten statt. Entlang der Straße nach Öijared wurde ein Gebiet, das Teil eines Natura-2000-Gebiets mit Naturschutzvereinbarung ist, im Auftrag der Bezirksverwaltung und der Forstverwaltung durch eine naturschutzorientierte Holzernte bearbeitet. Die Arbeiten sind abgeschlossen, begutachtet und gemäß dem Bewirtschaftungsplan für das Natura-2000-Gebiet sowie gemäß der von den Behörden erstellten Leistungsbeschreibung durchgeführt worden.

Eichen wurden ausgelichtet, um ihr Wachstum zu fördern. Es wurden Lichtungen geschaffen. Unterholz, Baumkronen und Äste, Totholz, niedrige tote Bäume und hohe Baumstümpfe werden stehen gelassen, damit Insekten, Pflanzen, Moose, Flechten, Vögel und andere Tiere überleben, gedeihen und sich wohlfühlen können.

Wenn Sie Fragen zu diesen Arbeiten haben, wenden Sie sich bitte an Ronny Fihn bei der Forstbehörde oder an Lars Sjögren in der Naturschutzabteilung der Bezirksverwaltung.

Nutzen Sie die Gelegenheit, das Licht zu genießen, das nun durch das Kronendach hereinfällt, in dem Bewusstsein, dass das Wohlergehen der Natur für uns alle hier in Öijared von großer Bedeutung ist.

Mit freundlichen Grüßen / Anders Josefsson, Forstverwalter Öijareds Säteri

Forstwirtschaft

Der Standort in Öijared ist das Herzstück unserer Forstwirtschaft mit 1.300 Hektar produktiver Waldfläche. Wir verfolgen eine langfristige Strategie in Bezug auf Anpflanzung, Rodung, Durchforstung und Holzeinschlag. Der Wald liefert Schnittholz aus Fichte und Kiefer, Laubholz, Zellstoffholz und Brennholz für den Eigenbedarf. Unsere Forstwirtschaft bietet mehr als nur Holzproduktion – sie sorgt für langfristig wirtschaftliche Erträge.

Sie schafft zudem Arbeitsplätze in der näheren Umgebung, trägt zur Erhaltung und Förderung von Kultur- und Naturwerten, zur biologischen Vielfalt, zur Schaffung von Erholungsräumen in der Natur sowie zu guten Bedingungen für Jagd, Fischerei, Pilz- und Beerenpflücken bei. Nicht zuletzt ist es wichtig, dass der Wald durch die Bindung von Kohlenstoff dazu beiträgt, den Treibhauseffekt zu verringern. Die Forstwirtschaft von Öijared ist heute nach PEFC und FSC zertifiziert. Die Zertifizierungen bestätigen, dass unsere Wälder verantwortungsbewusst und unter Berücksichtigung der Umwelt bewirtschaftet werden.

Umweltschutz

Um langfristig gute Voraussetzungen für die Landnutzung zu schaffen, sind Kenntnisse über die biologischen Gegebenheiten des Bodens erforderlich, beispielsweise in Bezug auf Klimazone, Bodenbeschaffenheit und Windverhältnisse. Wir halten Waldränder offen und lassen Bereiche frei, die dem Wild als Rückzugsgebiet dienen. Bei der Durchforstung, Rodung und Neuanpflanzung berücksichtigen wir die Besonderheiten jedes einzelnen Gebiets.

Die natürlichen Gegebenheiten bestimmen, welche Baumarten wir pflanzen. Dank der Naturschutzvereinbarung für Öijared konnten Moose, Flechten, Pflanzen, auf der Roten Liste stehende Käfer und Vögel bessere Voraussetzungen für ihre weitere Entwicklung und ihr Wachstum erhalten.

Unbewirtschafteter Wald

Wenn wir Wald roden, lassen wir immer einen Teil des Totholzes, umgestürzte Bäume und hohe Stümpfe zurück, damit Insekten und Vögel davon leben können. Das Totholz, das früher immer für den eigenen Brennholzbedarf genutzt wurde, bleibt heute im Wald liegen und verrottet dort.

Das Wandern im Wald kann daher manchmal als mühsam empfunden werden, hat aber den großen Vorteil, dass beispielsweise die Vogelwelt die Nahrung erhält, die sie benötigt. Ein einziger Eichenstamm, der diesen vermodernden Zustand als zurückgelassene „Fäulnis“ entwickeln darf, enthält schätzungsweise etwa 5 000 verschiedene Insekten.

Bioenergie

Bioenergie ist ein wichtiger Bestandteil der Umstellung auf eine weltweit langfristig nachhaltige Energienutzung. Der Anteil der Bioenergie am Energieverbrauch in Öijared steigt stetig an, und unser Ziel ist es, dass die gesamte Wärmeversorgung aus unserer eigenen Forstwirtschaft in Form von Hackschnitzeln aus Waldrestholz und Energieholz stammt.

Das Energieholz wird im Rahmen von Holzerntearbeiten oder durch gezielte Energieholz-Durchforstungen aus den Wäldern gewonnen. Das Energieholz wird anschließend zu Hackschnitzeln verarbeitet, die in unserem eigenen Heizkraftwerk genutzt werden. Holzabfälle sind ganz einfach das Restmaterial, das bei der Holzernte anfällt. Die Holzabfälle werden nach der Ernte gesammelt und zum Trocknen in Haufen aufgeschichtet. Nach dem Trocknen wird das Holzabfallmaterial zu Hackschnitzeln verarbeitet, die dann zur Wärmeerzeugung genutzt werden.